Geschichte
75-Jahre
Kleingartenbewegung
in der Stadt Gelsenkirchen
Kleingartenbewegung
in der Stadt Gelsenkirchen
Von der Zeit der Grabeländer aus dem 1900-ten Jahrhundert bis zu den neuzeitlichen Kleingartenanlagen der Gegenwart, die durch Einbeziehung in die Öffentlichen Grünflächen nicht nur dem Kleingärtner, sondern darüber hinaus der gesamten BevÖlkerung dienen, war ein weiter Weg, der besonders der jungen Generation wenig bekannt sein dürfte.
In den damals noch ländlichen Gemeinden Gelsenkirchen, Buer und Horst setzte um die Jahrhundertwende (1890 / 1910) eine immer stärker werdende Industrialisierung ein. Immer mehr Industriebetriebe benÖtigten immer mehr Arbeiter. Um diese Zeit setzte die große Zuwanderung von Menschen aus den Östlichen Landesteilen, und hier besonders aus Ostpreußen, Pommern und Schlesien ein.
Die Zuwanderer, die in dem Landleben ihrer HeimatdÖrfer verwurzelt waren, wollten natürlich auch in der neuen Heimat ein Stückchen Erde bearbeiten. Das Schaffen in der freien Natur gehÖrte einfach zu ihrem Leben, es brachte ihnen den Ausgleich zu den schweren Arbeiten in den Industriebetrieben. Besonders die Bergleute, die Untertage schwerste Arbeit leisten mussten, fanden bei der Gartenarbeit Entspannung, Licht und Luft.
Eine weitere starke Triebfeder für den Zug zum Garten war die große wirtschaftliche Not, in der sich die zugewanderten Arbeiter damals befanden. In ihren Gärten erwirtschafteten sie Gemüse und Obst für den Mittagstisch sowie das Futter für Hühner, Schwein und Ziege, die ihnen Eier, Fleisch und Milch für den Lebensunterhalt lieferten.
Im hiesigen Gebiet waren es besonders die Bergwerksgesell-schaften, die Arbeitersiedlungen errichteten, zu denen jeweils zur Wohnung auch ein Schweinestall und ein Stückchen Land gehörte. Aber auch andere Grundstückseigentümer waren gerne bereit, den Arbeitern Grabeland zu verpachten. Brachland, das später als Baugelände genutzt werden sollte, war genügend vorhanden. Für viele Grundstückseigentümer waren die Gartenbearbeiter nur Mittel zum Zweck; sie verpachteten Bauerwartungsgelände. Damit dieses sauber und in Ordnung gehalten wurde, bediente man sich der Klein-gärtner. Wenn es dann zum Bauen kam, mussten diese ohne jegliche Entschädigung für ihre Mühen die Parzelle räumen.
Um den stetigen Widerwärtigkeiten besser begegnen zu können, aber auch, um in Gemeinschaft billiger Saatgut und Düngemittel einzukaufen, schlossen sich die Grabelandgärtner schon früh zu größeren Gruppen zusammen. So entstand schon im Jahre 1909 der Gartenbauverein für Buer und Umgebung.
Auch in Gelsenkirchen kam es zu ersten Zusammenschlüssen der Grabelandgärtner und der Kleintierhalter. Am 11.03.1917 wurde der "Gartenbauverein Gelsenkirchen" gegründet. Im Stadtteil Buer-Resse entstand am 02.11.1917 der "Gartenbauverein Resse" und im Jahre 1918 der "Gartenbauverein Hassel". Alle diese Vereine betrieben neben der Gartenbebauung auch die Kleintierhaltung.
Mit der Beendigung des Weltkrieges 1914/1918 kam für die Kleingartenbewegung die große Wende.
Die Nationalversammlung in Weimar beschloss am 31.07.1919 die Kleingarten- und Kleinpachtlandordnung. Durch sie wurde erstmalig die Festsetzung der Kleinpachtlandpreise geregelt und Kleingärten und Kleinpachtland unter Kündigungsschutz gestellt. Damit erhielt das Kleingartenwesen zum ersten Mal eine gesetzliche Grundlage und die erforderliche Sicherheit.
Um den stetigen Widerwärtigkeiten besser begegnen zu können, aber auch, um in Gemeinschaft billiger Saatgut und Düngemittel einzukaufen, schlossen sich die Grabelandgärtner schon früh zu größeren Gruppen zusammen. So entstand schon im Jahre 1909 der Gartenbauverein für Buer und Umgebung.
Auch in Gelsenkirchen kam es zu ersten Zusammenschlüssen der Grabelandgärtner und der Kleintierhalter. Am 11.03.1917 wurde der "Gartenbauverein Gelsenkirchen" gegründet. Im Stadtteil Buer-Resse entstand am 02.11.1917 der "Gartenbauverein Resse" und im Jahre 1918 der "Gartenbauverein Hassel". Alle diese Vereine betrieben neben der Gartenbebauung auch die Kleintierhaltung.
Mit der Beendigung des Weltkrieges 1914/1918 kam für die Kleingartenbewegung die große Wende.
Die Nationalversammlung in Weimar beschloss am 31.07.1919 die Kleingarten- und Kleinpachtlandordnung. Durch sie wurde erstmalig die Festsetzung der Kleinpachtlandpreise geregelt und Kleingärten und Kleinpachtland unter Kündigungsschutz gestellt. Damit erhielt das Kleingartenwesen zum ersten Mal eine gesetzliche Grundlage und die erforderliche Sicherheit.
Von dieser Zeit an ging es mit dem Kleingartenwesen in unserer Stadt aufwärts. 1920 wurde in der Gemeinde Horst ein neuer Gartenbauverein gegründet. Ebenfalls 1920 die Gartenbauvereine "Buer-Mitte", "Buer-Bülse" und "Buer-Nord". Die drei letztgenannten schlossen sich zum "Gartenbauverband Buer" zusammen. Die Gelsenkirchener Vereine gründeten im Jahre 1927 den "Gartenbauverband Gelsenkirchen e.V.".
Im Jahre 1925 wurde in der Stadt Buer die erste echte Dauerkleingartenanlage mit 125 Gärten gebaut. Die Stadtverwaltung stellte dafür das Gelände und das Material zur Verfügung und übernahm die Planung und Aufsicht. Die Arbeiten für die neue Gartenanlage übernahmen die Mitglieder der Gartenbauvereine, die sich um die Gärten bewarben. Bei der Einweihungsfeier am 13.09.1925 erhielt die neue Anlage durch die Gattin des damaligen Oberbürgermeisters Zimmermann den Namen "Schrebergartenanlage Erholung Buer". In kurzer Zeit waren alle 125 Gärten an Bewerber aus den drei Gartenbauvereinen "Buer-Mitte", "Buer-Bülse" und "Buer-Nord" vergeben. Als es später Verwaltungsschwierigkeiten zwischen den drei Vereinen gab, wurde 1927 für diese Anlage ein neuer Verein gegründet.
Nach der Zusammenlegung der drei Gemeinden Gelsenkirchen, Buer und Horst zu einer Gesamtstadt im Jahre 1928 fanden sich auch die dort tätigen Gartenbau- und Kleingärtnervereine bereit, eine übergeordnete Organisation, einen Stadtverband, zu gründen.
Bei der Gründungsversammlung, die am 22. April 1928 im Vereinsheim des "Gartenbauvereins Horst" durchgeführt wurde, erhielt die Organisation den Namen "Stadtverband Gelsenkirchen-Buer der Kleingärtnervereine".
Im Jahre 1925 wurde in der Stadt Buer die erste echte Dauerkleingartenanlage mit 125 Gärten gebaut. Die Stadtverwaltung stellte dafür das Gelände und das Material zur Verfügung und übernahm die Planung und Aufsicht. Die Arbeiten für die neue Gartenanlage übernahmen die Mitglieder der Gartenbauvereine, die sich um die Gärten bewarben. Bei der Einweihungsfeier am 13.09.1925 erhielt die neue Anlage durch die Gattin des damaligen Oberbürgermeisters Zimmermann den Namen "Schrebergartenanlage Erholung Buer". In kurzer Zeit waren alle 125 Gärten an Bewerber aus den drei Gartenbauvereinen "Buer-Mitte", "Buer-Bülse" und "Buer-Nord" vergeben. Als es später Verwaltungsschwierigkeiten zwischen den drei Vereinen gab, wurde 1927 für diese Anlage ein neuer Verein gegründet.
Nach der Zusammenlegung der drei Gemeinden Gelsenkirchen, Buer und Horst zu einer Gesamtstadt im Jahre 1928 fanden sich auch die dort tätigen Gartenbau- und Kleingärtnervereine bereit, eine übergeordnete Organisation, einen Stadtverband, zu gründen.
Bei der Gründungsversammlung, die am 22. April 1928 im Vereinsheim des "Gartenbauvereins Horst" durchgeführt wurde, erhielt die Organisation den Namen "Stadtverband Gelsenkirchen-Buer der Kleingärtnervereine".
Die Anfang der 30ßiger Jahre einsetzende große Wirtschafts-krise und die dadurch ausgelöste Arbeitslosigkeit brachte viele Menschen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Um der finanziellen Not und der durch die Arbeitslosigkeit verursachten großen Zeitleere zu entgehen, suchten die aus dem Arbeitsleben gerissenen Menschen durch die Bestellung von Gartenland einen Nahrungszuwachs zu erreichen. Auch die Behörden erkannten die bedrohliche Situation. Sie stellten in großem Ausmaß Grabelandflächen zur Verfügung. Sie gingen aber nun auch ernstlich daran, aus bestehenden Grabelandparzellen richtige Dauerkleingartenanlagen zu entwickeln.
In dieser Zeit entstand eine relativ große Anzahl von Kleingärtnervereinen und Kleingartenanlagen. Die finanziellen Mittel waren knapp. Mit der Arbeitskraft der auf die Gärten wartenden Gartenfreunde und den zahlreichen Arbeitslosen, eingesetzt als freiwilliger Arbeitsdienst, wurde es möglich, eine beträchtliche Anzahl Kleingärten herzustellen und an die Bewerber abzugeben.
In dieser Notzeit wurde besonders die große soziale Bedeutung der Kleingärten deutlich.
Nach Beendigung der Rezession und einem kurzen wirtschaftlichen Aufschwung brachte der 2. Weltkrieg und die folgenden schweren Nachkriegsjahre eine neue, noch größere Notzeit für die Bevölkerung Deutschlands. Die Nachfrage nach Kleingärten bzw. Grünland war entsprechend übergroß. Die Mitgliederzahlen in den bestehenden Vereinen stiegen deutlich an. Alle nur irgendwie verfügbaren Geländestücke - selbst öffentliche Grünanlagen - wurden zur Sicherung der Ernährung in Gartenland umgewandelt.
In dieser Zeit entstand eine relativ große Anzahl von Kleingärtnervereinen und Kleingartenanlagen. Die finanziellen Mittel waren knapp. Mit der Arbeitskraft der auf die Gärten wartenden Gartenfreunde und den zahlreichen Arbeitslosen, eingesetzt als freiwilliger Arbeitsdienst, wurde es möglich, eine beträchtliche Anzahl Kleingärten herzustellen und an die Bewerber abzugeben.
In dieser Notzeit wurde besonders die große soziale Bedeutung der Kleingärten deutlich.
Nach Beendigung der Rezession und einem kurzen wirtschaftlichen Aufschwung brachte der 2. Weltkrieg und die folgenden schweren Nachkriegsjahre eine neue, noch größere Notzeit für die Bevölkerung Deutschlands. Die Nachfrage nach Kleingärten bzw. Grünland war entsprechend übergroß. Die Mitgliederzahlen in den bestehenden Vereinen stiegen deutlich an. Alle nur irgendwie verfügbaren Geländestücke - selbst öffentliche Grünanlagen - wurden zur Sicherung der Ernährung in Gartenland umgewandelt.
Im Jahr 1947 erreichte der Mitgliederbestand der Kleingärtnervereine in Gelsenkirchen mit über 7.000 den höchsten Stand. Nach dem sich die Lebens- und Ernährungsverhältnisse schnell besserten und die "RM" in "DM" umgewechselt war, normalisierten sich auch die Mitgliederzahlen in den Vereinen und glichen sich der Zahl der vorhandenen ca. 3000 Kleingartenparzellen an.
Danach wurde erst im Jahre 1954 die Anlage "Hessler Bruch" den Kleingärtnern zur Nutzung übergeben.
Leider mussten - aufgrund der immer stärker werdenden wirtschaftlichen Entwicklung unserer Stadt - Gärten für den Wohnungsbau und den Bau neuer Strassen aufgegeben werden.
Trotzdem entstanden weiterhin die neuen Kleingartenanlagen:
1984 "Am Trinenkamp",
1984"Im Buschgrund",
1987 "Luthenburg",
1992 "Terneddenhof"
und 1992 "Am Thomas-Morus-Weg".
Die Durchführung der im Jahre 1997 in Gelsenkirchen stattgefundenen BUGA brachte ebenfalls eine Erweiterung um 29 auf 49 Parzellen in der Anlage "Terneddenhof" mit gleichzeitiger Einbeziehung in das BUGA - Gelände mit sich.
Ferner konnten in der Bundesgartenschau zwei Muster - Kleingärten mit Lauben - bearbeitet von Gelsenkirchener Gartenfreunden - vom Frühjahr bis Herbst 1997 den Besuchern mit großem Erfolg vorgestellt werden.
Danach wurde erst im Jahre 1954 die Anlage "Hessler Bruch" den Kleingärtnern zur Nutzung übergeben.
Leider mussten - aufgrund der immer stärker werdenden wirtschaftlichen Entwicklung unserer Stadt - Gärten für den Wohnungsbau und den Bau neuer Strassen aufgegeben werden.
Trotzdem entstanden weiterhin die neuen Kleingartenanlagen:
1984 "Am Trinenkamp",
1984"Im Buschgrund",
1987 "Luthenburg",
1992 "Terneddenhof"
und 1992 "Am Thomas-Morus-Weg".
Die Durchführung der im Jahre 1997 in Gelsenkirchen stattgefundenen BUGA brachte ebenfalls eine Erweiterung um 29 auf 49 Parzellen in der Anlage "Terneddenhof" mit gleichzeitiger Einbeziehung in das BUGA - Gelände mit sich.
Ferner konnten in der Bundesgartenschau zwei Muster - Kleingärten mit Lauben - bearbeitet von Gelsenkirchener Gartenfreunden - vom Frühjahr bis Herbst 1997 den Besuchern mit großem Erfolg vorgestellt werden.
Seit Jahren zeichnet sich beim Rat und bei der Verwaltung unserer Stadt die bemerkbare Bereitschaft ab, die Substanz der Kleingärtner zu erhalten und unter Berücksichtigung der Nachfrage zu vergrößern. Der vorhandene "Kleingartenentwicklungsplan" soll in den nächsten Jahren auch weiterhin richtungsweisend für die Einbeziehung der Anlagen in den Flächennutzungsplan sein.
In die Grüngürtel der Stadt eingebettet sind die vorhandenen Kleingartenanlagen sowohl für die erholungssuchende Bevölkerung als auch für die Kleingärtner selbst Oasen der Ruhe und Entspannung mit naturverbundener Freizeitgestaltung.
Kleingärten sind "Grün für alle" und erfüllen somit auch in der Zukunft eine wichtige soziale Funktion im gesellschaftlichen Zusammenleben.
Dieses zu erhalten ist unser aller Bestreben.
In die Grüngürtel der Stadt eingebettet sind die vorhandenen Kleingartenanlagen sowohl für die erholungssuchende Bevölkerung als auch für die Kleingärtner selbst Oasen der Ruhe und Entspannung mit naturverbundener Freizeitgestaltung.
Kleingärten sind "Grün für alle" und erfüllen somit auch in der Zukunft eine wichtige soziale Funktion im gesellschaftlichen Zusammenleben.
Dieses zu erhalten ist unser aller Bestreben.


